Werke

Das Tor zur Geisterwelt

von Baldur von Asgaard

Öl auf Leinwand, 113 × 215 cm, entstanden 1995 in München

Im Jahr 1995 schuf Baldur von Asgaard in München das monumentale Gemälde "Das Tor zur Geisterwelt". Mit den Maßen 113 × 215 cm in Öl auf Leinwand ausgeführt, lädt dieses Werk den Betrachter ein, durch ein metaphorisches Schlüsselloch in die verborgenen Schichten der Realität zu blicken.

Die Komposition ist von außergewöhnlicher Dichte und Dynamik. Die äußere Umrandung in Schwarz, Weiß und Blau wirkt wie eine schützende, fast architektonische Haut oder die Oberfläche des Bewusstseins. Sie verhüllt das, was darunter liegt. Im Zentrum öffnet sich ein portalartiges Tor – ein Schlüsselloch in die Tiefe. Durch diesen Durchblick entfaltet sich eine pulsierende Welt aus organischen und mechanischen Formen, energetischen Strömen, Spiralförmen und leuchtenden Farbkontrasten. Blaue und rote Töne stehen in kraftvollem Dialog und symbolisieren die Wechselwirkung zwischen sichtbaren und unsichtbaren Kräften. Im unteren Bildbereich lodert eine feurige Energiequelle, die das gesamte Geschehen zu durchdringen scheint.

Für Baldur von Asgaard ist das Bild die Manifestation einer tiefen Vision. Die äußere Hülle steht für die sichtbare Oberfläche der Welt – die "Haut", hinter der sich die eigentlichen energetischen Beziehungsstrukturen verbergen. Wer durch das zentrale Tor blickt, gelangt in die Geisterwelt, die der Künstler ausdrücklich als die lebendige Welt der Ideen beschreibt – frei von religiösen Dogmen. Diese Welt der feinen energetischen Verbindungen, Frequenzen, Melodien und unendlichen Formen wird plötzlich sichtbar. Das Gemälde wird damit zu einem Tor in die subtilen Ebenen der Existenz.

Gleichzeitig lädt das Werk zu einem ganzheitlichen Verständnis des Selbst ein. Es zeigt, wie der Mensch vom rein Physischen in seine volle energetische und subtile Manifestation hineinwächst – und wie diese feinen Ebenen genauso real und spürbar werden wie die materielle Welt. Das Bild erinnert daran, die verlorene Verbindung zu diesen inneren Kräften wiederherzustellen. Die Wiederentdeckung der eigenen schöpferischen Kraft und der verborgenen energetischen Potenziale ist nicht nur für persönliche Erfüllung essenziell, sondern auch für ein harmonisches Miteinander mit dem Planeten.

Der Entstehungsprozess selbst war von einer tranceartigen Versenkung geprägt. Baldur von Asgaard beschreibt, wie während des Malens das Unterbewusstsein den Pinsel zu führen schien und das Bild "von selbst" entstand. Das Werk durchlief eine bemerkenswerte Evolution: Mindestens zwanzig vollständig fertige Zwischenstadien wurden geschaffen und immer wieder übermalt. Jedes dieser "versteckten" Kunstwerke floss in die endgültige Fülle ein. Die heutige Komposition birgt somit die Spuren einer langen, lebendigen künstlerischen Entwicklung.

"Das Tor zur Geisterwelt" steht in engem Zusammenhang mit weiteren Werken der Serie, darunter "Die kosmische Befruchtung" und "Die Geisterwelt am Ammersee". Es ist das Ergebnis einer Phase höchster schöpferischer Intensität um 1995 in München, in der der Künstler tief in die Ideenwelt eingetaucht war.

"Die Geisterwelt hat nichts mit irgendwelchen religiösen Dogmen zu tun; sie existiert wirklich, weil die Geisterwelt die Welt der Ideen ist."

Das Gemälde fordert uns auf, die Oberfläche zu durchdringen und die eigene Wahrnehmung zu erweitern. Es erinnert daran, dass wahre Lebendigkeit und kreative Kraft in den unsichtbaren, energetischen Schichten liegen – und dass ihre bewusste Wiederentdeckung ein Schlüssel zu persönlicher Erfüllung und kollektivem Wohl sein kann. In seiner technischen Meisterschaft, kompositorischen Dichte und philosophischen Tiefe verkörpert "Das Tor zur Geisterwelt" die zentrale Überzeugung Baldur von Asgaards: Wahre Kunst entsteht dort, wo Denken und Fühlen, Mechanik und Organik, Außenwelt und Innenwelt in einem einzigen lebendigen Strom verschmelzen. 

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Crazy Horse

von Baldur von Asgaard

Öl auf Leinwand, 113 × 215 cm, frühe 1990er Jahre

In diesem kraftvollen Gemälde setzt Baldur von Asgaard dem Pferd des Indianerhäuptlings Crazy Horse ein sehr persönliches Denkmal. Es ist das Wesen dieses außergewöhnlichen Pferdes, das hier in all seiner Vitalität und Kraft sichtbar wird – nicht der Häuptling selbst.

Das Gemälde zeigt das Pferd von Crazy Horse – ein Wesen von ungeheurer Vitalität und Kraft, das sich aufgrund seiner enormen Lebensenergie wie ein Mammut anfühlt. Mit gewaltigen weißen Stoßzähnen, Augen des positiven Wahnsinns und einer riesigen, sinnlichen roten Zunge, die sinnliche Ekstase und Erregung verkörpert, strahlt es eine immense, animalische Präsenz aus. In seinem Kopf offenbart sich eine vielfältige Geisterwelt, die seine unendliche Ideenwelt befeuert. Aus dieser Gesamterregung heraus entsteht der Tanz des Pferdes – ein Ausdruck seiner grenzenlosen Fantasie, Kreativität und schöpferischen Kraft.

Für Baldur von Asgaard ist dieses Bild eine Hommage an die besondere Verbindung zwischen dem Materiellen und dem Geistigen, die im Tanz des Pferdes sichtbar wird. Die Inspiration geht zurück auf die Geschichte von Crazy Horse: Der Indianerhäuptling erzählte seinen Freunden von der Erfahrung, das sein Pferd tanzen konnte. Daraufhin erhielt er seinen Namen Crazy Horse - durch sein Pferd, das tanzen konnte und ihm die wirkliche Welt vermittelt konnte. Genau diese Erfahrung – das Erzittern der Welt im Moment höchster Ekstase – hat den Künstler seit seiner Kindheit tief berührt.

Der Schaffensprozess war, wie bei vielen seiner stärksten Werke, von einem tranceartigen Zustand geprägt. Das Bild entstand aus dem Chaos heraus, die Striche gaben die Vision vor. Baldur von Asgaard versteht sich dabei als "Zauberer", der aus dem Unterbewussten schöpft und etwas in die Welt holt, das so noch nicht existierte.

Die vielen Gesichter und Geister im Bild sind die unendliche Fantasiewelt des Pferdes. Weil diese Fantasie so groß und lebendig ist, kann das Pferd tanzen. Baldur von Asgaard hat das Thema Crazy Horse mehrfach gemalt – jedes Mal mit einem anderen Gefühlston: mal magisch und schamanistisch, mal wild und sinnlich erregt, mal als reine Wesensdarstellung. Dieses Werk zeigt vor allem die Gesamtheit der Persönlichkeit des Pferdes in seiner kraftvollen, ekstatischen und spirituellen Dimension.

Das Bild steht etwas alleinstehend in seinem Werk – es ist kein Teil einer größeren Serie, sondern ein sehr persönliches, archetypisches Werk. Für den Künstler ist es eines der stärksten Beispiele dafür, was entstehen kann, wenn er aus reinem schöpferischem Impuls heraus ein solches "episches Kind" gebärt. 

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Baldur von Asgaard hat das Thema des tanzenden Pferdes mehrfach in unterschiedlichen Gefühlstönen und Ausdrucksformen gemalt. Möchten Sie weitere Versionen kennenlernen oder sind Sie an einer Ausstellung oder Edition interessiert? 

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Willkommen in der Geisterwelt

von Baldur von Asgaard

Öl auf Leinwand, 150 × 140 cm, 1990er Jahre

Das Gemälde "Willkommen in der Geisterwelt" ist eine dichte, ekstatische Einladung in eine Welt jenseits der sichtbaren Realität. Je länger man in das Bild eintaucht, desto mehr Schichten und Wesen treten hervor. Was zunächst wie ein chaotisches Geflecht aus Formen, Augen, Gesichtern und mechanischen Elementen wirkt, offenbart sich bei genauerem Hinsehen als eine freundliche Versammlung von Geistern, die den Betrachter willkommen heißen. Sie umarmen, grüßen mit vielen Händen und laden ein – eine Begegnung, die nicht bedrohlich, sondern warm und lebendig ist.

Baldur von Asgaard hat dieses Werk in einem Zustand der Ekstase und puren Freude geschaffen. Während des Malens gingen ihm Visionen voraus: Die Geister erschienen ihm, und er arbeitete sie heraus. Es war ein beidseitiger Prozess – die Vision führte das Bild, und das Bild wiederum machte die Vision sichtbar. Viele Elemente entstanden direkt aus dem Unterbewussten, fast so, als würden die Geister selbst auf der Leinwand erscheinen. Der Künstler malte drei Tage und Nächte ohne Unterbrechung, tief in die Geisterwelt eingetaucht.

Das Besondere an diesem Bild ist seine Vielschichtigkeit. Je länger man hinschaut, desto mehr Wesen und Ebenen tauchen auf. Gleichzeitig verbirgt es ein Geheimnis, das den meisten Betrachtern verborgen bleibt: Im unteren Zentrum des Bildes befindet sich ein steifer, erregter Penis, der aus seinen Hoden wächst. Drei sehnsuchtsvolle Zungen umgeben ihn und versuchen, ihn zu lecken. Diese versteckte, kraftvolle Erotik ist so intensiv, dass der Künstler während der Entstehung Kühlungselemente hinzufügen musste – das Bild brannte regelrecht vor Energie. Es ist ein Werk, das den Betrachter herausfordert und gleichzeitig tief berührt.

"Willkommen in der Geisterwelt" gehört zu einer Reihe von Werken aus den 1990er Jahren, in denen Baldur von Asgaard besonders nah an der Geister- und Ideenwelt war – neben "Das Tor zur Geisterwelt", "Die Geisterwelt am Ammersee" und "Der Schrei". In dieser Zeit hatte er sein eigenes Reich, einen kulturellen Treffpunkt, an dem Menschen aus aller Welt zusammenkamen. Es war eine Phase des persönlichen und künstlerischen Aufbruchs, in der er sich voller Freude und Lebendigkeit der Malerei widmete.

Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Vorstellung, dass Kunst aus Leid und "Lebensnotstand" entsteht, hat Baldur von Asgaard dieses Bild bewusst aus Freude, Lust und reiner Schöpferkraft gemalt. Die Geisterwelt versteht er nicht als religiöses Konstrukt, sondern als reale Welt der Ideen und subtilen Energien – zugänglich durch erweiterte Wahrnehmung. Die Komposition des Bildes ist wie eine Symphonie: Jeder Punkt, jede Linie und jede Form ist eine bewusste, gefühlte Entscheidung. Es ist ein Werk, das den Betrachter einlädt, sich auf eine höhere Ebene des Erlebens zu begeben – eine Welt, in der Geister freundlich begrüßen, verborgene Energien wirken und die Fantasie keine Grenzen kennt.

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In den 1990er Jahren entstand eine ganze Reihe von Werken, die den Zugang zur Geister- und Ideenwelt thematisieren. Das YouTube-Video "Willkommen in der Geisterwelt" gibt einen lebendigen Eindruck dieser besonderen Schaffensphase. Auf Anfrage stellt Baldur von Asgaard gerne ein erweitertes Portfolio zur Verfügung. 

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Möchten Sie sich von der brennenden Ekstase und lebendigen Ideenwelt weiter inspirieren lassen? Wir stellen ein passendes Portfolio und weitere Einblicke in unsere Werke zur Verfügung. 

Die kosmische Befruchtung

von Baldur von Asgaard

Öl auf Leinwand, 100 × 200 cm, 1990er Jahre

Das Gemälde "Die kosmische Befruchtung" zeigt den Augenblick, in dem das Samenfädchen aus dem Chaos des Universums auf die Erde trifft und eine Explosion von Leben, Ideen und Schönheit auslöst. In der Verbindung von Fruchtbarkeit und Idee werden alle Schönheiten dieser Welt geboren. Das Bild beschreibt den heiligen Moment der Schöpfung: das Eintauchen des kosmischen Samens in die Tiefe der Erde, wo Struktur und Materie auf die Fülle der Informationen warten, die er mitbringt.

Baldur von Asgaard hat in diesem Werk die Vereinigung von Idee und Erde dargestellt – vergleichbar mit der Vereinigung von Mann und Frau. Erst wenn der Samen in die Ackerfurche der Erde eindringt, entsteht die fantastische Explosion des Lebens. Der Hintergrund des Bildes zeigt die Welt der Ideen und Geister, die verschiedenen Kräfte und Energieebenen, die miteinander wirken und die Bedingung für alles Lebendige bilden. Im Zentrum steht das Mandala des Samens – die Struktur und Information, die er in die Erde versenkt.

Das Yin-Yang-Zeichen symbolisiert die Vereinigung, die Augen das Erkennen dieser Verbindung, und die Stäbe stehen für die Struktur in der Erde, in der sich Lebendigkeit und Ordnung verbinden. So entstehen strukturierte Lebewesen und diese ganze fantastische Welt.

Das Bild gehört zu der bedeutenden Serie der 1990er Jahre (neben "Das Tor zur Geisterwelt", "Willkommen in der Geisterwelt" und "Der Schrei"), in der Baldur von Asgaard besonders nah an seiner Ideen- und Geisterwelt war. Es entstand in einer Zeit großer persönlicher und künstlerischer Fülle – einer Phase, in der er sein eigenes Reich hatte und sich in einem Zustand der Freude und schöpferischen Kraft befand.

Die Entstehung des Werkes war für den Künstler von intensiven Schaffensprozessen begleitet. Manches, das zunächst schön aussah, musste verworfen werden, damit das Gesamtbild in Harmonie und Spannung kam. Erst durch diese kompromisslose Arbeit entstand die tiefere Lebendigkeit und Ausgewogenheit des Bildes.

"Die kosmische Befruchtung" ist ein Werk über den Ursprung allen Lebens: die Vereinigung von Idee und Materie, von Geist und Erde, von Chaos und Struktur. Es ist ein Bild der Hoffnung und der schöpferischen Kraft, das zeigt, wie aus der kosmischen Verbindung eine ganze Welt entstehen kann. 

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Die kosmische Symphonie

von Baldur von Asgaard

Öl auf Leinwand (Triptychon), 360 × 120 cm, 2020

"Die kosmische Symphonie" ist ein dreiteiliges Werk, das sich wie ein endloses Band lesen lässt. Die drei Leinwände sind so konzipiert, dass sie auch einzeln hängen können, doch erst in ihrer Verbindung entfaltet sich die eigentliche Kraft: ein fließender, evolutionärer Prozess, in dem Formen und Farben sich ständig neu verbinden, verändern und zu immer neuen Ausdrücken finden.

Das Bild zeigt, wie einzelne "Flecken" – verstanden als menschliche Persönlichkeiten oder energetische Wesen – lernen, miteinander zu interagieren, sich zu ergänzen und zu kommunizieren. Wenn sie gut zueinander stehen, entsteht daraus ein fantastisches Ganzes – eine lebendige Komposition, in der sich die einzelnen Stimmen zu einem harmonischen Klang vereinen.

Links beginnt es noch strukturiert und geordnet, wird dann wilder und löst sich auf der rechten Seite in eine intensive Ekstase auf. Der Künstler beschreibt diesen rechten Teil als Grenzerfahrung: "Mann, das war knapp." Die Energie wurde so stark, dass er fast die Kontrolle verlor – ein schamanistischer Moment, in dem sich alles auflöste und neue Welten entstanden.

"Die kosmische Symphonie" gehört zu der Serie "Bilder für die neue Zeit", die Baldur von Asgaard 2020 geschaffen hat. Diese Werke entstanden bewusst aus reiner Freude und spielerischer Lust – nicht aus Leid oder innerer Schwere. Sie sind "Bilder der Freude", die die Seele erheben und eine belebende, fast shamanistische Wirkung entfalten. Sie regen das Gehirn zum Assoziieren an und bringen eine konzentrierte Natur-Schwingung in moderne, oft kalte Räume.

Das Bild lebt. Je länger man hinschaut, desto mehr entdeckt man – es pulsiert, zittert und verändert sich ständig. Es ist ein Abbild davon, wie sich auch im Kosmos und in der feinstofflichen Welt Energien ordnen, korrespondieren und eine energetische Melodie erzeugen. Spannung und Entspannung, Verdichtung und Explosion – die Wellenbewegung des Lebens selbst.

"Die kosmische Symphonie" ist eines jener Werke, in denen Baldur von Asgaard seine innere Welt am unmittelbarsten ausdrücken kann. Es ist ein Fest der Kreativität, der Freiheit und der lebendigen Interaktion – ein Bild, das zeigt, wie aus vielen einzelnen, einzigartigen Wesen ein wunderbares Ganzes entstehen kann.

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Wer sich von der schamanischen Kraft und der grenzenlosen Kreativität dieser Bilder weiter berühren lassen möchte, findet auf Anfrage weitere Werke und Einblicke.

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Ja! Auf YouTube finden Sie Videos von uns. Unter anderem zum "Schilfgeist vom Ammersee", "Mein kleines Haus und ich im Sturm der Ideen" und "Samba Pa Ti". 

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